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Georadar

 

Die bekannteste Anwendung des Radarverfahrens dient der Überwachung von Verkehrsräumen. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen im homogenen Luftraum bekannt ist, können aus den Laufzeiten der Radarsignale die Entfernung sowie die Geschwindigkeit z. B. von Schiffen und Flugzeugen einfach berechnet werden. Radarverfahren eignen sich aber auch für eine Vielzahl weiterer Untersuchungen. Von einem Sender wird durch einen Impuls eine elektromagnetische Welle ausgesendet. Diese Welle breitet sich im Untersuchungsgebiet aus und wird an "Hindernissen" reflektiert. Daraufhin werden die reflektierten Signale aufgezeichnet und ausgewertet. Man spricht von Impuls-Echo-Technik.

Hindernisse sind im Allgemeinen Körper, die in ihren elektrischen Eigenschaften einen Kontrast zur Umgebung darstellen. Die Dämpfung elektromagnetischer Wellen in natürlichen Materialien und Baustoffen ist relativ hoch und wächst mit zunehmender Feuchtigkeit stark an, so dass die Erkundungstiefe begrenzt ist. Des Weiteren steigt die Dämpfung auch mit zunehmender Antennenfrequenz deutlich an. Andererseits sind hochfrequente Wellen mit kleinen Wellenlängen für hochauflösende Untersuchungen nötig.

Untersuchungen von Bauteilen und geologischen Strukturen

Das Radarverfahren eignet sich für Untersuchungen in elektrisch schlechtleitenden Materialien wie z.B. Gestein, Beton oder Eis. Es können Hohlräume, metallische Körper (Rohre, Bewehrung, Kampfmittel, etc.) oder Wasser geortet werden. Ein wesentlicher Vorteil dieses Verfahrens ist, dass selbst große Profilstrecken mit einer hohen Auflösung gescannt und die Messergebnisse online auf einem Bildschirm dargestellt werden können. Bereits aus den Rohdaten lassen sich erste Rückschlüsse auf verborgene Strukturen ziehen.

 

 

Darstellung von Messergebnissen entlang eines Brückenquerschnittes. Im Querschnitt der Brücke befinden sich fünf rohrförmige Hohlräume zur Gewichtsreduzierung. Diese Strukturen erstrecken sich über eine Länge von jeweils ca. 7 m, wobei sie in Längsrichtung auf ca. 1 m unterbrochen sind. Im unteren Bereich des Querschnittes befinden sich Spannglieder. Die Laufzeitdiagramme der Rohdaten (Radargramm) wurden mit einer für Beton typischen Geschwindigkeit für elektromagnetische Wellen von 0,1 m/ns migriert. Die Asphaltschicht der Fahrbahn ist bedingt durch den Verkehr ungleichmäßig mächtig, wodurch eine leichte Verschiebung der Reflexionen in der Tiefe verursacht wird. Deutlich zu erkennen ist eine Bewehrungslage in ca. 12 cm Tiefe mit einer Maschenweite von ca. 19 cm. In einer Tiefe von ca. 20 cm geben die fünf Hohlräume starke Reflexionssignale.

 

 

In Kooperation mit dem Institut für Werkstoffe im Bauwesen der Universität Stuttgart bietet Smartmote als Dienstleistungen zerstörungsfreie Bauteiluntersuchungen mittels Georadar an. Detektierbar sind hierbei insbesondere Hohlstellen, Spannkabel und -rohre sowie eingebaute Hohlkörper.

Für nähere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

 

 

 

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